Innovationsbudget
Gründe für ein Innovationsbudget bei konzerngebundenen IT-Dienstleistern
Der konzerngebundene IT-Dienstleister benötigt ein eigenes Budget für Innovationen. Dieses ist die Grundlage für das Bestehen der Innovation gegen den Alltag. Solch ein Budget wird benötigt, da sich die Kundenbedürfnisse ständig ändern. Da der IT-Dienstleister für Einführung und Entwicklung neuer Services eine gewisse Vorlaufzeit benötigt, muss er die zukünftigen Bedürfnisse des Kunden abschätzen. Zudem ist der konzerngebundene IT-Dienstleister Experte, wenn es um neue IT-Technologien und deren Potentiale für die Geschäftsprozesse seiner Kunden geht. Damit die Kundenbedürfnisse von morgen erfüllt werden können, müssen neue Services entwickelt werden, auch ohne Kundenauftrag. Der IT-Dienstleister muss in Vorleistung gehen. Für diese Art der Innovationstätigkeit, auch „Technologie-Push“ genannt, benötigt der IT-Dienstleister ein Innovationsbudget, welches er eigenverantwortlich verwalten und ausgeben darf. Der Kunde darf kein Mitspracherecht haben. Er würde solche Projekte stoppen, weil er den Nutzen als zu gering einschätzt. Andernfalls hätte er das Projekt selbst in Auftrag gegeben. Um ein eigenes Innovationsbudget für den IT-Dienstleister zu bewilligen, hat die Konzernführung ein klares Bekenntnis zu Innovationen, auch beim konzerngebundenen IT-Dienstleister, abzugeben und mögliche Widerstände aus den Geschäftsbereichen zu überwinden.
Aufteilung des Innovationsbudgets
Verfügt der Innovationsbereich über ein Budget, ist zu klären, wie dieses Budget auf die Bereiche „Innovate the Business“ und „Innovate the Provider“ aufzuteilen ist. Grundlage dabei ist die Bewertung von Projekten aus den beiden Bereichen. Dabei sind jeweils andere Kriterien anzulegen.
„Innovate the Business“: Es steht der erwartete Nutzen für das Geschäft im Vordergrund. Anhand eines Innovationsportfolios können Projekte identifiziert werden, die einen hohen Geschäftsnutzen versprechen und dabei eine hohe Erfolgswahrscheinlichkeit hinsichtlich der technischen Umsetzung haben.
„Innovate the Provider“: Erwartete Produktivitätssteigerungen und damit verbundene niedrigere Kosten stehen im Fokus. Nach Ansicht der Autoren ist eine Amortisation dieser Investitionen innerhalb von ein bis zwei Jahren sinnvoll, was einen entsprechend hohen Return on Investment, ROI, erfordert.
Anhand dieser Kriterien sind Projekte zu identifizieren und das Innovationsbudget aufzuteilen. Es ist sinnvoll, schrittweise vorzugehen und eine Projektrangfolge festzulegen und diese abzuarbeiten. Gibt es mehr Projektanträge als Innovationsbudget vorhanden ist, hat das Dienstleistermanagement fallweise abzuwägen und zu entscheiden.
Dieser Beitrag ist ein Auszug aus unserem Buch „Die Zukunft der IT in Unternehmen“, das ab Oktober 2009 im Buchhandel erhältlich ist. Weiterführende Informationen sind hier zu finden: Buchinformationen

RSS Feed abonnieren







Leave your response!